Heldengeschichten von Patient:innen und Spender:innen

Heutzutage gibt es viele Verwendungen für das Wort "Held:in". Für uns tragen Held:innen aber nicht immer einen Umhang, sondern definieren sich vielmehr über ihre Persönlichkeit und dem Willen, anderen Menschen zu helfen. Jede:r registrierte Stammzellspender:in ist für uns ein:e Held:in! Eine echte Heldenreise liegt auch hinter einem Menschen, wenn er den Kampf gegen Blutkrebs gewonnen hat - auch Patient:innen sind Held:innen. Einer dieser Helden ist Lars. Das ist seine Geschichte:

Die Heldenreise von Lars

„Ich hatte Glück, denn mein genetischer Zwilling hat irgendwann die Entscheidung gefällt, Stammzellspender zu werden. Er registrierte sich bei der DKMS und hat mir damit mein Leben gerettet. Ich verdanke ihm die Chance weiterleben zu dürfen. Wenn es ihn nicht gäbe, weiß ich nicht, ob ich den Kampf geschafft hätte. Mittlerweile sind die zwei Jahre Anonymitätsfrist vergangen. Mein Spender möchte mich zum Glück auch kennenlernen – wir haben unsere Kontaktdaten ausgetauscht, wissen jetzt, wie der andere heißt und haben sogar schon telefoniert. Ein persönliches Treffen haben wir bisher leider noch nicht geschafft, aber wir im Juni wollen wir treffen. Darauf freue ich mich sehr. Ich wünsche mir, dass meine persönliche Story Dich dazu animiert, Dir Deinem Potential als Stammzellspender bewusst zu werden. Du kannst ganz einfach jemanden das Leben retten, indem Du Stammzellen spendest. Der erste Schritt ist aber die Registrierung und die ist sowas von easy!“

Salopp gesagt, hat ihn wahrscheinlich jeder von uns. Dieser Mensch muss uns aber nicht im Aussehen oder Verhalten ähneln. Entscheidend sind die sogenannten HLA-Merkmale oder umgangssprachlich Gewebemerkmale. Wenn zwei Menschen nahezu die gleichen Gewebemerkmale haben, sprechen wir – vereinfacht gesagt – von genetischen Zwillingen. Diese Merkmale bilden lediglich einen kleinen Abschnitt der gesamten menschlichen DNA. Nur ein Drittel aller Patienten findet innerhalb der eigenen Familie einen passenden Stammzellspender, der Rest ist auf einen „genetischen Zwilling“ angewiesen – so wie Lars.

„Ich hatte Glück, denn mein genetischer Zwilling hat irgendwann die Entscheidung gefällt, Stammzellspender zu werden. Er registrierte sich bei der DKMS und hat mir damit mein Leben gerettet. Ich verdanke ihm die Chance weiterleben zu dürfen. Wenn es ihn nicht gäbe, weiß ich nicht, ob ich den Kampf geschafft hätte. Noch weiß ich nicht, wer die Person ist, da es immer eine anonyme Spende ist, aber ich darf ihn zwei Jahre nach der Spende kennenlernen. Vorausgesetzt er möchte es auch. Ich wünsche mir, dass meine persönliche Story Dich dazu animiert, Dir Deinem Potential als Stammzellspender bewusst zu werden. Du kannst ganz einfach jemanden das Leben retten, indem Du Stammzellen spendest. Der erste Schritt ist aber die Registrierung und die ist sowas von easy!“

 

Werde Stammzellspender!

Zwei ungleiche Held:innen: Sita und Maheer

Ihre Geschichte beginnt im Jahr 2010. Ein Freund verliert mit Anfang 20 den Kampf gegen den Blutkrebs, weil kein passender Spender gefunden werden konnte. Daraufhin registriert Sita aus Köln sich als Stammzellspenderin, um vielleicht mal irgendwem zu helfen. Für die meisten Spender:innen kommt dieser Moment nie, bei Sita dauerte es knapp zwei Jahre bis sie den Anruf bekam, dass sie als Stammzellspenderin in Frage kommt, weil in kleiner Junge aus Indien ihre Hilfe brauchte. „Plötzlich war da jemand, dem ich mit meiner Spende Hoffnung auf Leben geben konnte. Und die hat jeder verdient“, erinnert sich Sita.

 

Dieser kleine Junge ist Maheer. Warum der Sechsjährige so viel Zeit im Krankenhaus verbringen muss, versteht er zu dem Zeitpunkt noch nicht. Nur, dass etwas mit seinem Blut nicht stimmt, konnte sein Vater ihm beibringen. Glücklicherweise konnte für den an akuter Leukämie erkrankten Maheer eine Stammzellspenderin gefunden werden – am anderen Ende der Welt. Vor fünf Jahren, zur Feier des 25. Jubiläums der DKMS in Berlin treffen sich beide erstmals, freunden sich an und vereinbaren gleich ein nächstes Treffen – dieses Mal in Maheers Zuhause: „Ich freue mich schon sehr darauf, die Heimat von Maheer kennenzulernen und ihn samt seiner Familie wieder zu treffen.“ Maheer ist jetzt 14 Jahre alt und darf dank Sitas Spende seine Zukunft planen. Er interessiert sich für medizinische Themen und möchte irgendwann in die Forschung, um Krankheiten zu besiegen, so wie er schon einmal den Blutkrebs besiegt hat.

Superheldengeschichte “Theresa”

Anderen zu helfen ist für Theresa im Alltag selbstverständlich. Sie findet es wichtig, auf ihre Mitmenschen einzugehen und sich sozial zu engagieren „So bin ich erzogen worden“, sagt sie.

Theresa war erst ein halbes Jahr bei der DKMS registriert, als sie als Spenderin angefragt wurde. „Ich habe mich sehr gefreut, helfen zu können“, erinnert sie sich. Die Stammzellspende und die Vorbereitungen dazu empfand Theresa als unproblematisch und wenig aufwendig. Sie weiß heute, dass sie für eine junge Frau in den Niederlanden gespendet hat, die dank ihrer Stammzellen nun wieder auf dem Weg der Besserung ist.

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