Heldengeschichten von Patienten und Spendern

Heutzutage gibt es viele Verwendungen für das Wort "Held". Für uns tragen Helden aber nicht immer einen Umhang, sondern definieren sich vielmehr über ihre Persönlichkeit und dem Willen, anderen Menschen zu helfen. Jeder, der sich als Stammzellspender registriert, ist für uns ein Held! Eine echte Heldenreise liegt auch hinter einem Menschen, wenn er den Kampf gegen Blutkrebs gewonnen hat - auch Patienten sind Helden. Einer dieser Helden ist Lars. Das ist seine Geschichte:

Die Heldenreise von Lars

„2013 wurden bei mir zwei schwere Autoimmunerkrankungen festgestellt. Fast sechs Jahre später kam dann noch die Diagnose Blutkrebs. Nach diversen Therapien stand fest, dass mir nur noch eine Stammzellspende das Leben retten konnte. Doch dafür benötigte ich einen genetischen Zwilling, der mir seine Stammzellen spendet.“

Salopp gesagt, hat ihn wahrscheinlich jeder von uns. Dieser Mensch muss uns aber nicht im Aussehen oder Verhalten ähneln. Entscheidend sind die sogenannten HLA-Merkmale oder umgangssprachlich Gewebemerkmale. Wenn zwei Menschen nahezu die gleichen Gewebemerkmale haben, sprechen wir – vereinfacht gesagt – von genetischen Zwillingen. Diese Merkmale bilden lediglich einen kleinen Abschnitt der gesamten menschlichen DNA. Nur ein Drittel aller Patienten findet innerhalb der eigenen Familie einen passenden Stammzellspender, der Rest ist auf einen „genetischen Zwilling“ angewiesen – so wie Lars.

„Ich hatte Glück, denn mein genetischer Zwilling hat irgendwann die Entscheidung gefällt, Stammzellspender zu werden. Er registrierte sich bei der DKMS und hat mir damit mein Leben gerettet. Ich verdanke ihm die Chance weiterleben zu dürfen. Wenn es ihn nicht gäbe, weiß ich nicht, ob ich den Kampf geschafft hätte. Noch weiß ich nicht, wer die Person ist, da es immer eine anonyme Spende ist, aber ich darf ihn zwei Jahre nach der Spende kennenlernen. Vorausgesetzt er möchte es auch. Ich wünsche mir, dass meine persönliche Story Dich dazu animiert, Dir Deinem Potential als Stammzellspender bewusst zu werden. Du kannst ganz einfach jemanden das Leben retten, indem Du Stammzellen spendest. Der erste Schritt ist aber die Registrierung und die ist sowas von easy!“

 

Werde Stammzellspender!

Superheldengeschichte “Theresa”

Anderen zu helfen ist für Theresa im Alltag selbstverständlich. Sie findet es wichtig, auf ihre Mitmenschen einzugehen und sich sozial zu engagieren „So bin ich erzogen worden“, sagt sie.

Theresa war erst ein halbes Jahr bei der DKMS registriert, als sie als Spenderin angefragt wurde. „Ich habe mich sehr gefreut, helfen zu können“, erinnert sie sich. Die Stammzellspende und die Vorbereitungen dazu empfand Theresa als unproblematisch und wenig aufwendig. Sie weiß heute, dass sie für eine junge Frau in den Niederlanden gespendet hat, die dank ihrer Stammzellen nun wieder auf dem Weg der Besserung ist.

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